Ziehl ABEGG Anwenderbericht - schnellere Inventur

Schnellere Inventur im Lager

Die ZIEHL-ABEGG SE spart nun bis zu 75 % der Lohnkosten für die Inventur.

 

Die ZIEHL-ABEGG SE stellt ihre Inventuren auf das Stichproben-Verfahren um. Dabei werden auch Produktionslager und kleinere Standorte mit weniger als 1000 Positionen berücksichtigt. Die dafür eingesetzte Inventur-Software stammt von Stat Control.

Die Regeln sind klar definiert: Ein Lager sollte mindestens 1.000 Positionen oder Teil-Lagerplatz- Relationen enthalten, damit die jährliche Inventur auf Basis weniger Stichproben wirtschaftlich ist. Somit schließen sich kleinere Standorte mit weniger als 1.000 Lagerpositionen eigentlich von dieser zeitsparenden Art der Bestandsaufnahme aus.

Die ZIEHL-ABEGG SE aus Künzelsau wollte sich mit dieser Einschränkung nicht zufrieden geben. Der auf Ventilatoren, Elektromotoren und dazu gehörige Regelsysteme spezialisierte Hersteller vertraut an einem Kleinteilelager mit 2.500 bis 3.000 Positionen bereits seit über 15 Jahren auf die Stichprobeninventur. Dort konnte der Zählaufwand um rund 80% verringert werden. Derselbe Effekt stellte sich vor sechs Jahren in einem weiteren Bereich mit 5.000 Artikelnummern ein. „Die frühere Vollinventur hat mit zehn Mitarbeitern zwei volle Tage gedauert. Jetzt schaffen das fünf Kollegen in fünf Stunden“, berichtet Karsten Gaschnitz vom Controlling, der bei der ZIEHLABEGG SE den Bereich Inventur verantwortet. Die meisten anderen der insgesamt rund 180 Lagerstandorte haben jedoch weniger als 1.000 Positionen und kommen für eine Umstellung eigentlich nicht in Frage. „Es sei denn, wir fassen mehrere kleine Bereiche zu einer Lagereinheit beziehungsweise einer Stichprobengesamtheit zusammen“, erklärt Gaschnitz. Dies wiederum setzt eine Inventur-Software voraus, die mehrere Lagerorte zusammenfassen und somit als einen Mandanten verwalten kann. „Das von uns eingesetzte Programm Stasam 8.1 erfüllt diese Voraussetzung.

Stasam erfüllt alle Voraussetzungen

Seit dem Releasewechsel im Jahr 2007 können wir auch mehrere solcher Mandanten parallel verwalten“, erkIärt die IT-Abteilung. Den Anfang der weiteren Umstellung machten drei Lagerbereiche am Standort Künzelsau, in denen Klein- und Ersatzteile sowie Eisenaufbewahrt werden. ,,AIle dort gelagerten Waren werden zu einer Grundgesamtheit zusammengefasst und dienen Stasam als Datenbasis zum Ermitteln der Stichproben“, erläutert die IT. Bisher dauert die Vollaufnahme in den drei Lagerbereichen noch 2,5 Tage.

 

 

Künftig will die ZIEHL-ABEGG SE hier einen ganzen Arbeitstag einsparen.

Der Anreiz ist groß, denn in der Vergangenheit waren dort mit der Inventur vier Mitarbeiter an zwei ganzen Tagen beschäftigt. „Hier sehen wir unser Ziel bei zwei Mitarbeitern, die das Ganze in einem halben Tag absolvieren“, meint Gaschnitz.

„Zusammen mit dem wesentlich einfacheren Erfassen haben wir 20.000 bis 30.000 Euro gespart“. Weiteres Potenzial hat Gaschnitz in den Hochregallagern mit Fertigprodukten und Komponenten ausgemacht.

Davon unterhält die ZIEHL-ABEGG SE an den Standorten Künzelsau, im Gewerbepark Hohenlohe und Bieringen insgesamt neun Bereiche, die ihre Umstellung ebenfalls noch vor sich haben.

„Wir haben mit dem Standort Würzburger Straße hier in Künzelsau begonnen“, berichtet Gaschnitz. Dort befinden sich 4.700 Lagerplätze, die mit Hilfe der Stichprobeninventur innerhalb eines Tages gezählt werden. Neben dem Zeitgewinn hat die ZIEHL-ABEGG SE dafür nur zwei statt bisher vier Mitarbeiter beschäftigt. „Die Kollegen freuen sich, dass sie sich künftig bei der Inventur abwechseln können und nur noch aIle zwei bis drei Jahre während der Weihnachtsferien arbeiten müssen“, meint die IT und ergänzt: „Die Zeit- und Kosten-ersparnis realisieren wir aber nicht nur durch die schnellere Zählung am Tag der Aufnahme, sondern vor allem durch den Wegfall der permanenten Inventur während des gesamten Jahres.“ Selbst wenn dieser Posten nicht berücksichtigt wird, ist die jährliche Kostensenkung beachtlich: „Für die Inventur fielen in der Vergangenheit rund 80.000 bis 120.000 Euro Lohnkosten an“, rechnet Gaschnitz vor. Von diesem Wert will er durch die entsprechenden Maßnahmen 60 bis 75 % einsparen.

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